Make your own free website on Tripod.com

[Firmenlogo-Bild]


 

[Under Construction]

 

Zeil und seine Bürger

 

 

Die Speiersgasse mit dem Speiersbrunnen. Blick hinunter zur Alten Freyung.

Das Herz von Zeil schlägt wie ehedem in der Altstadt. Längst ist die Stadt über die Grenzen ihrer alten Wehrmauern hinausgewachsen, haben sich die Wohngebiete die Hügel hinaufgeschoben und die Industrie hat in der Weite des Maintals ihren Platz gefunden. Doch immer noch bestimmt das Bild des Altstadtkerns die Ausstrahlung des ganzen Ortes. Die Altstadt ist in Zeil mehr als ein neuerdings nostalgisch aufgeputztes Gruppenbild mittelalterlicher Kirchen, Gasthöfe und Bürgerhäuser. Die Altstadt, Sinnbild einer gewachsenen Einheit, Werk vieler Generationen - der Lohn von Fleiß und Sparsamkeit, von Handwerkskunst und Ausdauer. Gewachsener Lebensraum. Geborgenheit im Schutze alter Mauern.

 

Stolz und erhaben blickt der Turm der Stadtpfarrkirche St. Michael auf das bunte Mosaik der Dächer zu seinen Füßen. Zusammen mit dem Oberen Turm zeichnet er Zeils Silhouette, unverwechselbar und als Wahrzeichen der Stadt. Auf die Schönheit ihrer Stadt sind auch die Bürger stolz. Bürgersinn und Bürgerstolz haben lange Tradition in diesen Mauern. Ihr schönstes Zeugnis ist der Marktplatz, ein städtebauliches Juwel und Glanzstück seiner Art. Lebendige Verkörperung zeigt Zeiler Bürgersinn in seinen Festen, Märkten und seiner Fasenacht. Dann sind die Gassen bunt und der Markt voll von Musik und buntem Treiben, die Stimmungswellen schlagen hoch - fröhliche, lebenslustige Menschen feiern ihre Stadt. Egal, ob Zeiler, Fremder oder Zugereister - ein Unterschied wird nicht gemacht. Wer mitmacht, ist mit Begeisterung dabei. Wer kommt, der wird es selbst erleben.

Blick vom Kapellenberg auf die Altstadt

 

 

Nachts wird es ruhig auf dem weiten Marktplatz. Dann liegt er still und romantisch da im Licht der alten Hauslaternen. Die Stadt ruht aus von einem langen Tag. Fast möchte man den Schritt des Nachtwächters durch dunkle Gassen hallen hören, wie er zu später Stunde seine Runde drehte - so sehr ziehen uns die alten Mauern in den Bann. Geschichte atmet wieder auf. Vergangenes scheint plötzlich greifbar und in Gedanken füllt sich dieser Platz mit Leben. Denn der Marktplatz, das war früher der Platz zum Handeln, Feiern, Versammeln - die gute Stube einer Stadt. Nichts konnte ihm verborgen bleiben. Er sah die guten wie die schlechten Zeiten, er sah die Wirren einer jeden Zeit.

 

Der Obere Turm, besterhaltener Teil der ehemaligen Wehranlage

Das Mittelalter stand in hoher Blüte, als Zeil vor über sechs Jahrhunderten die Rechte einer Stadt erhielt. Die Rechte waren Privileg und Grundstein für den Aufschwung dieses kleinen Ortes. Und Mauern, Türme, Gräben, mit denen Zeiler Bürger bald ihren Ort umgaben, dienten dem Schutz des Wohlstandes, den Handel, Märkte, Handwerkskunst und Ackerbau dieser kleinen Stadt bald bescherten. Doch lange währte diese Ruhe nicht. Denn immer wieder wurde Zeil erfaßt von den Ereignissen der fränkischen Geschichte. Bauernaufstand, Hexenprozesse und Glaubenskrieg überzogen die Stadt mit Schrecken und Verwüstung. Von den Schweden erobert und gebrandschatzt, später von Napoleons Truppen heimgesucht, blieb Zeil im Laufe der Geschichte ein Spielball in den Händen der Parteien. Wie hart das Schicksal auch die Bürger traf, sie besannen sich auf ihre Zeiler Tugenden, und bauten mit Fleiß und Geschick ihre Häuser wieder auf - schöner und eindrucksvoller als zuvor. Bis heute wahren die Zeiler Bürger dieses Erbe und füllen es mit neuem Leben. Private Tatkraft geht Hand in Hand mit öffentlicher Förderung und unverfälscht und ungekünstelt erhält man hier den gewachsenen Charakter einer Stadt.

 

Von Bürgersinn und Bürgerstolz war in der Zeiler Geschichte schon immer die Rede. So kommt es auch, daß echte Zeiler hier vieles besser finden als an anderen Orten. Hier gibt es die fränkischen Bratwürste und deftige Brotzeiten, die gemütlichen Gaststuben, dunkles Hausbier und vor allem auch den Frankenwein. Der Wein spielt überhaupt in Zeil und Umgebung eine große Rolle. Schließlich baut man hier schon seit dem Jahre 1018 Wein an. Und ein Sohn der Stadt, Abt Alberich Degen vom Kloster Ebrach, war es auch, der 1665 als erster die Rebe des Silvaners in Franken einführte. An steilen Südhängen, hoch über dem Main, reift hier ein Tropfen ganz besonderer Güte. Vollmundig, kräftig im Bukett und von heller, edler Färbung. Der Weinfreund liebt Geselligkeit. Und wer in netter Runde gerne seinen Schoppen trinkt, den heißt die Zeiler Gastlichkeit herzlich willkommen.

 

Die Stadt wird eins mit der Natur und setzt sich fort, gleich draußen vor den Mauern. Denn unsere Stadt hat nicht nur ein Gesicht mit Fachwerk, engen Gassen und Mauern. Zeil, das sind auch die Dörfer Bischofsheim, Sechsthal, Krum, Ziegelanger und Schmachtenberg, die seit langer Zeit als Ortsteile zur Zeiler Stadtgemeinde zählen.

Im Norden grenzt der Naturpark Haßberge, bekannt für eine Vielzahl alter Schlösser, Burgen und Ruinen, dicht an das Stadtgebiet von Zeil. Im Süden, auf der anderen Mainseite, liegt der Naturpark Steigerwald mit seinem großen Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt, ein Paradies zum Wandern und Spazierengehen. Das Frankenland ist schön und lockt mit vielen Zielen. Und mittendrin, im Herzen dieser Urlaubslandschaft, liegt Zeil als idealer Ausgangspunkt für viele erholungs- und erlebnisreiche Ferientage.

 

Doch nicht nur landschaftliche Schönheit gibt es hier in Franken zu entdecken. Ein Bummel durch die Altstadt Bambergs, der alten Dom- und Kaiserstadt, ein Aufstieg auf die Veste Coburg und eine Führung durch die Residenz in Würzburg sind Ausflugsziele, die sich zum Beispiel immer lohnen. Aber auch die berühmte Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen sollte man sich nicht entgehen lassen.

 

 

Homepage

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: jacky@tpp24.net 
Copyright © 2000 Naturstein Essel
Stand: 20. February 1999